MwSt. ändern

Dieses Thema im Forum "Warenwirtschaft" wurde erstellt von sgs, 4. Juni 2020.

  1. breithecker

    breithecker Administrator Mitglieder

    da kann man nun volltrefflich drüber streiten. einer unserer Kunden stellt aktuell im vierten Manntag Umsatzsteuer mit Navision um...

    sein es drum - meine Meinung muss ja nicht die der anderen sein.
     
  2. iggy

    iggy Neues Mitglied

    Bitte entschuldigt meine für Euch vermutlich banale Frage - aber ich bin Quereinsteiger und noch neu sowohl bei der Arbeit mit Sage als auch was Umsatzsteuer anbelangt. Und da werde ich gleich zu Anfang mit so einer Mehrwertsteuersenkung konfrontiert....

    Gibt es eine Liste mit den neu anzulegenden Konten?
    Ich seh einfach nicht durch, wie alles in Sage miteinander verknüpft ist und welche Auswirkungen die jeweiligen Einstellungen haben (mal sind USTVA-Kennziffern im Sachkonto verknüpft, mal sind die mit dem Steuercode verknüpft etc....).

    Z.B.

    müssen wohl neue Erlöskonten (für Inland) angelegt werden - kann ich nachvollziehen, da hier andere USTVA -Kennziffern angesprochen werden müssen)
    Aber was ist z.B. mit den Erlöskonten für steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen? Da bleibt es doch bei gleichen Steuercode und Kennziffer?

    Und was ist z.B. mit Konten, auf denen Eingangsrechnungen gem. §13b USTG gebucht werden? Hier bleibt es doch auch bei den selben Ziffern in der USTVA. Muss ich dafür trotzdem neue (Aufwands)Konten anlegen?

    Müssen neuen Vorsteuer/Umsatzsteuerkonten angelegt werden?
    Neue Anzahlungskonten?

    Ich habe sicher noch jede Menge vergessen, daher, wie gesagt, ich wäre froh um eine solche Liste, wenn es sie denn gibt?

    Und wenn es sie nicht gibt - wie soll ich herausfinden, welche neuen Konten ich brauche?

    Danke schonmal.
     
  3. mandreck

    mandreck Aktives Mitglied

    Ich sagte ja auch das die Umstellung auch mit der Sage 100 kein Hexenwerk ist. Und sogar von jedem einigermaßen fitten Anwender selbst erledigt werden kann. Also so wild ist es ja nicht.

    Zu Navision, kann ich nur soweit bestätigen, wenn da einer sein System seit Jahren nicht gepflegt hat. Ich habe auch noch einige Autohändler die noch Navision in der Original Dänischen Version verwenden. Die verdienen anscheinend zu wenig. :) Und der Ticket Preis ohne Aufwand ist ja schon im Standard bei Navision 150,00 Euronen + Aufwand. Das ist doch mal ordentlich Mehrwert generieren.
    Die aktuellen MS Systeme Navision (nicht Entrepreneur oder so ein Schrott) laufen Datev konform. :)
    Und streiten will ich nicht. Ich nutze dafür Girostar (Zahlungsverkehr, ich liebe den CSV Import und nehme mir gerne die Zeit alles händisch zu machen), ist fast so alt wie der PCK es mal war. :)

    @iggy, das liegt ganz daran ob Du auch EU Kunden und Drittstaatler hast. Da können es schon einige Konten mehr werden. Schau Dir die Anleitung von Sage 100 noch einmal dazu an und Du wirst feststellen, es ist machbar.
    Anzahlungskonten ohne Leistungserbringung, also klassische Aconto Forderungen brauchst Du nichts (reine Zahlungen auch Vorab sind ja erst einmal ohne Steuer), aber mit Leistungserbringung etc. musst Du handeln. Am besten mit Deinem Steuerberater abklären.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Juni 2020
  4. iggy

    iggy Neues Mitglied

    Wir haben im Umsatzbereich
    1. Inlandslieferungen
    2. innergem. Lieferungen
    3. Ausfuhrlieferungen

    und im Erwerbsbereich
    4. Inlandserwerb
    5. innergem. Erwerb
    6. Einfuhren

    Wir haben in jedem Bereich 1.-6. jeweils viele Konten (jeweils nach Produktgruppe), daher möchte ich nicht wahllos neue Konten anlegen, sondern nur die, die nötig sind

    Auch hier haben wir Anzahlungsrechnungen Inland, EU und Drittland.
     
  5. D.Tempelhagen

    D.Tempelhagen Neues Mitglied

    Die Umstellung in der Warenwirtschaft ist sehr schnell erledigt. Bei der Fibu sieht das ganze wirklich anders aus. Sehr viel Arbeit. Aber die Anleitung der Sage ist sehr hilfreich. Wichtig sind die einzelnen Tabellen in der Anleitung, diese müssen genau umgesetzt werden. Dazu kommen dann so Sonderproblemchen wie hier mit einzelnen Erlöskonten.

    Wenn ich Iggy hier richtig verstehe hat er zum Beispiel:
    Tische = Erlöskonto 08401
    Stühle = Erlöskonto 08402
    etc. = Erlöskonto 0840x

    Gleiches dann auch für die 0340x denke ich mal.

    Diese Konten müssen nun alle geändert und neu angelegt werden, wenn ich das richtig gelesen habe. Korrigiert mich gerne, wenn ich hier falsch liege! Das ist ein sehr nerviger Aufwand! Das muss ja dann sicher zum Jahresende alles wieder zurückgedreht werden. Was für ein Mist!

    Ein schönes Wochenende
    Dirk
     
  6. Michael Söhn

    Michael Söhn Neues Mitglied Mitglieder

    Es gibt von Partnern wie IAS Software oder MS-Consult MwSt Assistenten, die bei der Umstellung unterstützen. Mit dem Assistenten unter - https://www.msc24.de/de/mwst2020
    -etwas Sachkenntnis vorausgesetzt - kann man hier die kostenlosen Komponenten nutzen und damit die Auswirkungen und Vorschläge in seinem Mandanten prüfen. Dabei werden dann auch zum Beispiel Erlöscodes (084xx) etc. geprüft.
    Auf der Basis kann man dann die benötigten Sachkonten manuell anlegen oder den kostenpflichtigen zweiten Teil für eine automatische Anlage erwerben.
     
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  7. D.Tempelhagen

    D.Tempelhagen Neues Mitglied

    Vielen Dank Herr Söhn, das hilft doch ein wenig weiter. Die SQL Abfrage bringt etwas mehr Übersicht. Allerdings macht das Tool merkwürdige Vorschläge bei den Erlöskonten.
    Er möchte 8401 zum Beispiel auf 8402 legen. Obwohl das bei mir schon belegt ist. Mir reicht aber, dass ich jetzt eine komplette Liste von Konten sehe. Den Rest kann man jetzt tatsächlich nur abarbeiten.

    Den Assistenten konnte ich leider nicht zu seinem Dienst verhelfen. Da lässt sich keine Testversion wählen.

    Einen schönen Sonntag und weiterhin viel Spaß bei der Fleißarbeit.
     
  8. Michael Söhn

    Michael Söhn Neues Mitglied Mitglieder

    ist halt der Teil der dann auch Geld kostet. ;) 299€ und dann gehts per Knopfdruck ... schauen sie mal bei den Prüffeldern Check1/2 oder Umsatz nach. Das hilft auch. Ansonsten wollen wir natürlich keine Felder überschreiben. Es soll ja alles für den Steuerberater und bei ner Prüfung kontrollierbar bleiben:)
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juni 2020
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  9. m.moeller

    m.moeller Neues Mitglied

    Moin, ich bin auf dieses Forum gestoßen und bedanke mich schon mal für die vielen Tipps. Wir haben zwar nur noch das REWE von Sage im Einsatz, trotzdem ist hier einiges umzustellen. Hier meine Frage:

    Ist es möglich den alten Steuercode 1, statt des neuen 401 zu verwenden? Es wird so langsam eng mit den Sachkonten und für die damaligen 16% MwSt. sind die Konten auch noch vorhanden.

    Besten Dank für Eure Antworten!

    Grüße
    Markus
     
  10. mandreck

    mandreck Aktives Mitglied

    @m.moeller , klare Antwort, nein das ist nicht möglich und auch nicht zu empfehlen. Anleitung von Sage lesen.
    PS: Möglich ist alles, aber ob dann auch das Ergebnis das ist was man erwartet ist ein anderes Thema. :)
     
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  11. Techniker

    Techniker Mitglied

    Hallo, im Leitfaden gibt es das Fenster "Umsatzsteuer Steuerklassen". Gehört das zu Sage 9, weil in Version 8.1 sieht es ganz anders aus bzw. ist so nicht vorhanden.
     
  12. O.Kampmeyer

    O.Kampmeyer Neues Mitglied

    Hallo, wir haben im Zuge der Umsetzung der Mehrwertsteuersenkung einen Punkt der mit dem Leitfaden und den Videos leider unklar bleibt. Vielleicht haben andere auch dieses Problem...

    Bei der Zuordnung der Festkonten zu den Steuercodes (FIBU) gibt es Platzhalter die man mit der Schaltfläche Code dem Steuercode zuordnen kann, wenn es z.b. um mehrere Erlöskonten geht. Die Platzhalter werden als "x" für den entsprechenden Bereich festgelegt. z.B. 082x0 Wo werden die Bereiche für die Platzhalter für die neuen Steuercodes definiert?

    Version 8.0 --> Menuband --> Einstellungen -->Rechnungwesen --> Festkonten --> Unterpunkt: Umsatzsteuer -->Reiter: Erlöse

    UPDATE: Man muss die Hauptkontonummer eintragen, einmal aus dem Feld raus und dann wieder aktivieren, dann gibt es die Feldauswahl mit den Platzhaltern automatisch. Gewusst wie :)

    Streng genommen gehört die Frage zwar zur Fibu aber ich denke in diesem thread ist es auch gut aufgehoben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2020
  13. mandreck

    mandreck Aktives Mitglied

    USt. ab morgen an EU Kunden ohne USt-ID. Trotz Anlage des Steuercodes 414 alt 114 und Zuweisung des Steuerschlüssels, werden beim Frakturieren ohne händische Änderung im Vorgang von 114 auf 414 erst einmal weiterhin 19% gezogen. Nach Änderung der richtige Betrag. Wieso erkennt Sage nicht den neuen Steuercode beim erstellen eines neuen Vorganges mit Lieferdatum ab 01.07.2020?
     
  14. Hast du mal Server neu gestartet? (Da gab es einen Bug glaub vor der 8.1.2.7 oder .8 meine ich.
     
  15. diakh

    diakh Mitglied

    Die Steuercodes werden in der Sage 100 anhand des Belegdatums ermittelt, nicht anhand des Lieferdatums...
     
  16. mandreck

    mandreck Aktives Mitglied

    Das ist nicht so, das Lieferdatum ist entscheidend. Kurioser Weise muss in manchen Fällen, beides angepasst werden. Obwohl eigentlich das Lieferdatum für die Steuer maßgebend ist. Hat auch @intellicon.de auf seinen Schulungen siehe Video vorn mehrfach feststellen müssen.

    @Manuel Goldschmidt , Server neu gestartet wegen einer Steueranpassung in einem Buha Programm? Kommt noch soweit, das wir immer erst die Server Neustarten müssen um eine S.... 100 benutzen zu können. Ist vielleicht doch einiges im Nebel. :)
     
  17. @mandreck
    Ist aber leider mal wieder so ein Fall... :p
     
  18. diakh

    diakh Mitglied

    Die Mehrwertsteuer wird auf Basis der Steuerperiode ermittelt. Und die Periode ist abhängig vom Belegdatum (ggf. vom Referenzbeleg bei Gutschriften/Stornorechnungen) und nicht vom Liefertermin, der ja in den Positionen geführt wird.
     
  19. mandreck

    mandreck Aktives Mitglied

    @diakh Leistungs- Lieferzeitraum ist ausschlaggebend und nicht das Datum der Rechnungsstellung.
    Schau Dir bitte noch einmal die Anleitung an oder besser das Video zur Umstellung. Da wir auch noch einmal genau darauf eingegangen. Es heißt auch nicht umsonst, "Das Rechnungsdatum (Periode) entspricht dem Leistungszeitraum (Leistung oder Lieferung). Wenn Du solche Behauptungen hier aufstellst, kannst Du diese hoffentlich auch belegen. :)

    Und eine Wiederholung einer Aussage die einfach falsch ist wird dadurch nicht richtiger.
     
  20. diakh

    diakh Mitglied

    Meine Aussage war: "Die Steuercodes werden in der Sage 100 anhand des Belegdatums ermittelt, nicht anhand des Lieferdatums."
    Dies könnte ich Ihnen auf Basis der Quellcodes zur Belegengine belegen, steht im Leitfaden von Sage ("Die Vorschläge für die Steuerermittlung werden innerhalb der Sage 100 über das Belegdatum in Rechnungsbelegen ermittelt"), kann man sogar in dem Video von intellicon sehen und kann auch einfach in der Software nachvollzogen werden.

    Da das Datum der Leistungserbringung maßgeblich für die Steuerberechnung ist, müssen die Steuercodes in Rechnungen mit einer Leistung vor Juli 2020, die nach dem 01.07.2020 erstellt werden, manuell angepasst werden, da die Steuercodes im Programm auf Basis des Belegdatums vorgeschlagen werden, nicht auf Basis des Lieferdatums in den Positionen.

    Dies haben Sie ja anscheinend auch selber festgestellt, daher mein Hinweis auf das Belegdatum.
     
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